Weihnachtsmärkte in Berlin

Für den Dezember habe ich keine Bucket-List erstellt, weil sich ja sowieso alles nur um Weihnachten dreht.

Ich habe zu Weihnachten ein sehr zwiespältiges Verhältnis: auf der einen Seite fühle ich mich wie Ebenezer Scrooge aus Charles Dickens’ »A Christmas Carol«. Wie mich das alles nervt! Spekulatius im August, die Aufforderung zum Kaufrausch, neuerdings mit Black Friday und Cyber Monday, die Geschenkemassen, dieser ganze Alarm mit Weihnachtsmusik-Bimmelbommeldudeleiei, die fürchterlich verdekorierten Städte und Gärten, hier noch eine Lichterkette, da noch ein blinkender Rudolf. Hiiiiiilfe!
Auf der anderen Seite aber freue ich mich auf die Feiertage mit lieben Menschen, leckerem Essen und Trinken und viel Zeit für Gemütlichkeit. Schöne Vorstellung, oder? Aber so ist es ja doch nie, wird nun der eine oder andere denken, und hat damit nicht Unrecht.
Allerdings – es liegt in unserer Hand, etwas Schönes aus Weihnachten zu machen.
Denn, grundsätzlich liebe ich es zu shoppen und anderen eine Freude zu machen, Weihnachtslieder können wunderschön sein und es gibt ganz zauberhaft dekorierte Orte.
Ich möchte euch in den nächsten Wochen Weihnachten nach meinem Geschmack vorstellen und mache heute den Anfang mit Weihnachtsmärkten.

Ihr ahnt es sicher schon, viele Weihnachtsmärkte finde ich schlicht und einfach gruselig. Wenn ich einen Rummel will, gehe ich auf einen Rummel, Billiggedöns, das niemand braucht und Fettgeruch … Ok, einigen gefällt das und dann sollen sie sich dort nach Kräften amüsieren.
Ich freue mich auf die anderen Weihnachtsmärkte – die kreativen, ungewöhnlichen oder gemütlichen.

Hier ist meine Top 4:

Buchstabenplus: Holy Heimat in Berlin

Holy Shit Shopping

Wenn ich mich nicht täusche, ist das die Mutter der alternativ-coolen Weihnachtsmärkte. »Mit Ironie, Kunst und Design gegen Strohsterne und Jingle Bells« ein herrlicher Slogan!
Über 300 Künstler und Kreative aus ganz Europa verkaufen Mode, Schmuck, Kunst, Fotografie, Design, Delikatessen und Literatur. Alles an einem außergewöhnlichen und unweihnachtlichen Ort. An den Bars gibt es leckere Streetfood und Drinks. DJs sorgen für Musik.
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Arena · Eichenstr. 4 · 12435 Berlin
16. Dezember 12–21 Uhr · 17. Dezember 12–20 Uhr

Weihnachtsrodeo

Mehr als 200 Kreative verkaufen ihre Produkte – Design, Kunst, Unikate. Auch hier gibt es Streetfood und DJs legen auf. Außerdem gibt es Workshops in denen Nähtricks verraten, Drucktechniken vermittelt und individuelle Geschenke gebastelt werden.
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Kühlhaus Berlin · Luckenwalder Str. 3 · 10963 Berlin
9./10. Dezember · 12–20 Uhr

Weddingmarkt

Das hört sich vielversprechend an: auf der Weihnachtsausgabe des Kunstmarktes präsentieren ca. 70 Händler ihre Produkte, Upcycling steht bei vielen im Vordergrund. Dazu gibt es Streetfood, Glühwein, Lagerfeuer und Weihnachtssingen.
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Leopoldplatz in Berlin-Wedding
17. Dezember 13–21 Uhr

Domäne Dahlem

Beim Weihnachtsmarkt auf der Domäne Dahlem geht es ganz gemütlich zu: Glasbläser, Silberschmiede, Töpfer und viele andere Handwerker präsentieren auf dem historischen Gutshof ausgewähltes Kunsthandwerk. Außerdem gibt es bäuerliche Produkte und Domäne-Leckereien im Angebot. Wer keine Lust auf Konsum hat, kann eine Kutsch- oder Traktorfahrt unternehmen oder es sich im Café im Herrenhaus bei Glühwein, Kinderpunsch und Waffeln gemütlich machen.
Dann noch schnell einen Bio-Weihnachtsbaum gekauft und Weihnachten kann kommen.
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Königin-Luise-Str. 49 · 14195 Berlin
9./10. und 16./17. Dezember 11–19 Uhr

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