Ordnung ist das halbe Leben

Und damit ihr die andere Hälfte nicht mit Suchen verbringt, gibt es allerlei Bücher und Blogs mit zahlreichen Tipps.
Ich mag Ordnung sehr. Ordnung, die Struktur erzeugt und uns den Alltag erleichtert, weil sie für Übersichtlichkeit sorgt.
In gewisser Weise haben Buchgestaltung und Typografie sehr viel mit Ordnung zu tun – Texte und Bilder werden sortiert, strukturiert und alles wird so übersichtlich präsentiert, dass das Lesen und Betrachten Spaß machen und nicht unnötig schwer sind.

Ihr merkt es schon, ich spreche hier nicht von der Ordnung, die daraus besteht, dass alles schnell in Schränke oder Schubladen gestopft wird, sondern vor allem von der, die zum Reduzieren anregt und zum Nachdenken darüber, was man wirklich braucht.
»Have nothing in your house that you do not know to be useful, or believe to be beautiful.«, hat William Morris, der Begründer der Arts-and-Crafts-Bewegung, geschrieben. Recht hat er!
Wir alle haben sicher von allem zu viel – in den Schränken und Regalen, aber auch auf dem Computer. Vieles finden wir nicht wieder oder haben vielleicht vergessen, dass es noch existiert. Es kann der Augenblick kommen, da empfindet man all das als Ballast und dann sollte man sich ans Ausmisten machen.

Ich bin in diesem Zusammenhang auf Marie Kondo gestoßen, eine japanische Ordnungs-Expertin. Manche ihrer Theorien mögen etwas skurril und extrem erscheinen, aber es gibt auch ganz wundervolle Tipps, wie z.B. der, immer zu fragen, welchen Zweck ein Ding hat. Manchmal kann es nämlich sein, dass ausschließlich die Freude beim Kauf der Zweck war, und dann heißt es jetzt: Weg damit! (Damit es dazu gar nicht kommen muss, gibt es einen Lesetipp am Ende des Posts.)

Es gibt unzählige Bücher und Blogs zu dem Thema Ordnung, nun aber habe ich »Endlich aufgeräumt« von Harriet Griffey entdeckt. Das Büchlein hat nicht nur nützliche Tipps parat, sondern auch herrliche Zitate zum Thema Ordnung. Vor allem aber ist es sehr schön gestaltet und zauberhaft illustriert.
Es beginnt mit einem Test (ich bin der angreiferische Typ, tja …), streift die üblichen Schrank- und Regal-Themen und beschäftigt sich mit dem Schreiben von Listen und dem Reduzieren. Doch das ist noch nicht alles: es geht um digitale Ordnung, um die Finanzen, um die Organisation von Reisen und die Vorbereitung von Events. Ein Kapitel ist dem Studentenleben gewidmet.

Wenn ihr also Lust zum Aufräumen bekommen habt und es mit Kurt Tucholsky haltet: »Die Seele jeder Ordnung ist ein großer Papierkorb.«, und wenn ihr anschließend verhindern wollt, dass die Dinge sich wieder unkontrolliert vermehren, dann möchte ich euch noch die Erfahrungen von David Pfeiffer ans Herz legen. Im SZ-Magazin schildert er seinen Versuch, ein Jahr ohne Einkaufen zu überstehen. Sehr inspirierend!

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