Babylon Berlin

Seit letzter Woche läuft die hoch gelobte Serie im PayTV und um es gleich vorweg zu nehmen – ich bin begeistert!
Die Regisseure Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries haben tatsächlich »ein hochkarätiges Serien Event« geschaffen. Schauspieler, Ausstattung, Musik und Story – alles ist beeindruckend und macht Lust auf mehr. Schade, dass Binge Watching nur sehr begrenzt möglich ist, denn momentan sind nur vier Folgen auf Abruf verfügbar.

Die Geschichte basiert auf Volkers Kutschers »Der nasse Fisch«, das ist der erste Band der erfolgreichen Gereon-Rath-Reihe. Die Regisseure sind auch für das Drehbuch verantwortlich und Volker Kutscher zeigt sich im Interview begeistert, was sie aus seinem Roman gemacht haben, wie sie ihn interpretiert und weiterentwickelt haben.

Ich war nie dazu gekommen, die Bücher zu lesen, doch die Graphic Novel von Arne Jysch wollte ich mir schon länger ansehen. Nun war also der perfekte Zeitpunkt …
Auch hier diente »Der nasse Fisch« als Vorlage und auch das Buch bereitet großes Vergnügen! Rasant, retro und herrlich detailverliebt sind die Szenen gezeichnet. Die Atmosphäre der 20er ist perfekt eingefangen (also zumindest so, wie ich sie mir vorstelle). Arne Jysch hat Fotos aus der Zeit als Vorlage für seine Straßenszenen genommen, das macht sie so echt. Ein Bild habe ich tatsächlich auf Pinterest gefunden.

Als ich in der Buchhandlung war, um mir Arne Jyschs Graphic Novel zu kaufen, bin ich noch auf ein anderes Schätzchen gestoßen: »Moabit« von Kat Menschik illustriert.
Dieser Titel ist quasi ein Spin-off und Volker Kutscher erzählt hier, wie aus Charlotte Charly wurde. Das Buch ist ein echtes Schmuckstück: bedruckter Leineneinband mit Prägung und Farbschnitt, das grelle Orange und das Türkis geben der edlen Ausstattung einen tollen Thrill, die Illustrationen sind selbstverständlich wundervoll und der ganze Titel ist wie aus einem Guss, da ihn Kat Menschik auch gestaltet hat. Er ist in ihrer Reihe »Lieblingsbücher« erschienen.
Wirklich großartig!

buchstabenplus: Arne Jysch »Der nasse Fisch« nach Volker Kutscher
Szenisch erzählt, fast wie ein Film
buchstabenplus: Arne Jysch »Der nasse Fisch« nach Volker Kutscher
Buchstaben zum Hören
buchstabenplus: Arne Jysch »Der nasse Fisch« nach Volker Kutscher
Alte Fotos dienten als Vorlage für die Straßenszenen
buchstabenplus: Arne Jysch »Der nasse Fisch« nach Volker Kutscher
Ich möchte wetten, dass es diese Zeitung tatsächlich gab
buchstabenplus: Arne Jysch »Der nasse Fisch« nach Volker Kutscher
Lesespaß pur – man hört beinahe die Musik
buchstabenplus: »Moabit« von Kat Menschik und Volker Kutscher
Konsequent schön!
buchstabenplus: »Moabit« von Kat Menschik und Volker Kutscher
Detail als Prägung
buchstabenplus: »Moabit« von Kat Menschik und Volker Kutscher
Liebevoll gezeichnete Anzeigen schmücken das Buch
buchstabenplus: »Moabit« von Kat Menschik und Volker Kutscher
Berlin war nicht nur golden in den 1920ern
buchstabenplus: »Moabit« von Kat Menschik und Volker Kutscher
Charly, die moderne Frau …
buchstabenplus: »Moabit« von Kat Menschik und Volker Kutscher
… ist berufstätig …
buchstabenplus: »Moabit« von Kat Menschik und Volker Kutscher
… und amüsiert sich …
buchstabenplus: »Moabit« von Kat Menschik und Volker Kutscher
… im berüchtigten Moka Efti

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